Was mich an dieser Rede allerdings erschreckte war nicht der Umstand, dass die Union wieder bei älteren Bürgern Dinge falsch darstellt, die diese zum großen Teil gar nicht nachvollziehen können, nein, mich hat der Tonfall verstört, in dem diese Rede gehalten wurde. Das letzte Mal, dass ich einen solchen Tonfall und eine solche Rhetorik sah, war in einem Dokumentarfilm über eine Zeit, an die man lieber nicht denken möchte.
Mit einer Inbrunst, wie man sie sonst nur von den Demagogen aus alten Dokumentarfilmen kennt, belügt diese Frau alte Menschen, schürt bei ihnen die Angst vor dem Internet. Sie wiederholt ihre mittlerweile oft widerlegten Aussagen und deutet quasi mit dem Zeigefinger auf die Menschen, die ihr widersprechen oder sie kritisieren. Wer Ursula von der Leyen nicht zustimmt ist für Kinderpornographie und damit automatisch böse.
Ich habe mich wirklich dabei ertappt, wie ich ihren rechten Arm beobachtete und auf eine verräterische Zuckung wartete.
Ich bewege mich seit 1995 im Internet. Ich habe von 2000 bis 2003 sogar Kunden in der Adultbranche gehabt und bin trotzdem nie über irgendwelche Seiten mit kinderpornographischen Inhalten gestoßen. Ich habe auch nie eine Seite zu Gesicht bekommen, auf der man gegen Geld Zugang zu kinderpornographischem Material bekommt und ich habe mich immerhin beruflich und damit sehr zeitintensiv im Netz bewegt.
Auf Seiten mit kinderpornografischen Inhalten gerät man nur extremst zufällig, wenn man nicht gezielt und über Insiderquellen danach sucht.
Mich würde mal interessieren, wo Frau von der Leyen sich rumtreibt?
Wenn Ursula von der Leyen ihre Kritiker in die Nähe von Unterstützern von Kinderschändern rückt, dann muss sie sich auch gefallen lassen, dass man ihre Art der Rhetorik in die demagogische Ecke rückt.
Diese Frau ist nicht tragbar für Deutschland. Sie ist nicht konservativ, sie ist meiner Meinung nach in höchstem Maße volksverhetzend. Dafür spricht auch die Tatsache, dass sie seltsamerweise nie vor einer internetaffinen Versammlung spricht, sondern immer nur vor Menschen, der sie ihre Lügen und Halbwahrheiten aufdrücken kann, ohne hinterfragt zu werden. Gebt der Frau 20 Minuten vor einer Gruppe jüngerer Internetkenner und sie würde wahrscheinlich die Flucht ergreifen angesichts des Umstandes, dass ihre Behauptungen und Argumente sofort fachgerecht widerlegt würden.
Den Text des Videoausschnitts gibt es bei Netzpolitik.org, wo ich auch auf dieses Video stieß.









